Start-ups im Lebensmittelbereich

by | Mrz 9, 2020

Wer kennt es nicht? Nach einem langen Arbeitstag noch kurz in den Supermarkt zu müssen, da im heimischen Kühlschrank und der Vorratskammer gähnende Leere herrscht. Im Laden wandert der geschulte Blick durch die Regale und neben dem schon jahrelang bewährten und für gut befundenen Produkt steht überraschenderweise etwas Neues. Nach kurzem hinsehen wird die interessant aussehende Packung in die Hand genommen, einer genaueren Prüfung unterzogen, der Preis gecheckt, die Werbeversprechen wie „besonders lecker“ und „mit besten Zutaten“ klingen gut und gegen beides habe ich als Verbraucher natürlich nichts einzuwenden. Die Inhaltsstoffe sind nicht schlecht, Zack – die Kaufentscheidung ist gefallen. Das Produkt konnte mich von einem Kauf überzeugen, und landet in meinem Warenkorb.

Mit Spannung wird die Packung geöffnet, das Produkt probiert und was dann immer wieder folgt: Ernüchterung. Die Werbeversprechen, der Geschmack, die Qualität und der Preis haben die Erwartungen nicht erfüllt. Gerade im Lebensmittelbereich eine gar nicht so selten gemachte Erfahrung. Und trotzdem sind viele Menschen willens neuen Produkten immer wieder eine Chance zu geben. Der Reiz des Unbekannten animiert regelmäßig zur „Spannung am Küchentisch“. Manche Menschen sehen allerdings nicht nur Verbesserungsmöglichkeiten, sondern ihnen liegt Nahrung derart am Herzen, dass sie sich denken, das könnte ich besser machen. Aus diesem Antrieb heraus kann der Ehrgeiz erwachsen, eine richtig leckere und ungewöhnliche Limonade, Süßigkeit oder einen Snack zu kreieren der endlich den eigenen Ansprüchen genügt und bei dem (vermeintlich) keine Kompromisse eingegangen werden müssen. Aber gerade im Lebensmittelbereich ist es schwierig ein neues Produkt zu kreieren was es vorher nicht schon zumindest in ähnlicher Weise gegeben hat. Von der ersten Idee bis zur Marktreife vergehen teilweise mehrere Jahre und viele hundert (mehr oder weniger erfolgreiche) Versuche. Wenn dann zum langen Atem noch unternehmerischer Geist, und die Bereitschaft zum Risiko dazu kommt, ist der Grundstein gelegt um daraus mehr als nur eine Passion für gutes und hochwertiges Essen zu machen. So oder so ähnlich klingen wohl viele Geschichten von den Anfängen eines Start-ups aus dem Food-Bereich.

Doch die Gründe dafür zu Gründen sind genauso vielfältig wie die Gründer und Gründerinnen die hinter interessanten Namen und aufregenden Verpackungen stecken. Sie alle eint der Wunsch es besser zu machen als andere Unternehmen. Aber auch auf Kundenseite hat sich in den letzten Jahren viel getan. Unter anderem haben Lebensmittelskandale (und deren mangelnde Aufklärung durch die Politik), Massentierhaltung, verunreinigtes Tierfutter und der ausufernde Einsatz von Antibiotika zu einem anderen Mindset geführt. Für immer mehr Menschen sind Nachhaltigkeit, Regionalität, BIO, verantwortungsbewusster Konsum, gerechte Entlohnung der Bauern und plastikfreie Verpackungen bei der Produktwahl von höherer Relevanz als eine vollumfängliche Geiz ist Geil Mentalität, bei der das Pfund Hackfleisch am besten unter einem Euro kosten soll.

Besonders im Food Bereich haben Start-ups in den letzten Jahren eine Vielzahl von innovativen und tollen Produkten auf den Markt gebracht. Beispielsweise Pulver aus der Dose statt Öl zum Braten, Proteinriegel aus Insekten oder Fleischersatzprodukte auf pflanzlicher Basis, die mittlerweile auch im Mainstream in aller Munde sind. Die Ansprüche der Kunden an die Hersteller und deren Produkte sind im Jahr 2020 andere als noch vor ein paar Jahren. Das bekommen auch die traditionellen Lebnsmittelhersteller zu spüren. Um trotzdem vom Hype zu profitieren, investieren die großen der Branche auch Venture-Capital in vielversprechende Food Start-ups.

Was das Ganze mit atrify zu tun hat? Nun, jedes Start-up das irgendwann den Punkt erreicht an dem es nicht mehr nur den Krämerladen um die Ecke und den Bioladen von Antonia beliefern möchte, sondern mit den großen Handelsunternehmen der Branche Geschäfte machen will, muss sich listen lassen. Eine Bedingung im Listungsprozess ist es die sogenannten Artikelstammdaten (eng. Product Content) in elektronischer Form an den Händler zu übermitteln. Und da kommt atrify ins Spiel. Wir sind einer der weltweit führenden Anbieter um elektronische Artikelstammdaten in den Einzelhandel zu bringen. Das machen wir mithilfe des GDSN, dem Global Data Synchronization Network. Der Vorteil dabei ist, dass ihr nicht mehr jeden Händler einzeln eure Daten übermitteln müsst, sondern aus einer zentralen Datenquelle heraus agieren könnt. Das spart euch Zeit, und Zeit ist bekanntlich Geld mit dem es bei Start-ups oft eher mau bestellt ist. Alles Weitere erfahrt ihr auf unserer Seite für Food Start-ups.

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